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Glück

Ich wünsche allen Leser*innen ein schönes, friedvolles und erfüllendes neues Jahr.

Hier eine kleine Portion Glück zum Jahresanfang.

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Das Glück bevorzugt ganz gewiss

stets den, der vorbereitet ist.

So denk stets dran und sei bereit,

wichtig ist Aufmerksamkeit.

Denn das Wichtigste kommt oft,

plötzlich und ganz unverhofft.

Verschließe niemals Deine Augen,

manchmal reicht es schon zu Glauben,

doch suchst Du Glück, Zeit Deines Lebens,

dann suchst Du sicherlich vergebens.

Denn das Glück, ganz unbeschwert,

findet Dich, nicht umgekehrt.

Trifft es Dich, so wirst Du staunen,

wie nah es war: vor Deinen Augen.

Denn das Glück, ganz ohne List,

stets in Deinem Herzen ist. 

Drum kann’s, so lehrt es uns das Leben

kein größeres Glück als Liebe geben. 

(Ein älteres Gedicht aus dem Jahre 2001)

 

Gedicht · Tanzen

Mehr Licht

Das Licht tanzen. Das klingt so leicht, weil das Licht keine Schwere zu kennen scheint. Doch auch das Licht hat seine Schatten. So mussten wir uns erst durch das Dunkel tanzen, um dabei zu sein, wie eine Sonne geboren wird. Und im Anschluss webten wir ein Netz aus Lichtfäden.

Ich werde mein Licht heute in die Welt hinaus tragen. In die dunkle regnerische Winterwelt.

Mehr Licht

Ich hülle mich

In einen dünnen Faden

aus reinstem Licht

spinne mich in einen

leuchtende.Kokon

um mich selbst nicht

zu verlieren

ich kenne diese Dunkelheit

diesen endlosen Schacht

mit seinem nie endenden Fall

ins tiefschwarze Nichts

magisch zeiht es mich

an den Rand

ein Tanz am Vulkan

vielleicht ist meine Höhenangst

eine Angst vor der Tiefe

vor dem Fall

ich vermeide den Blick hinein

ich hab das Dunkel schon gesehen

ich habe es gespürt, gerochen und geschmeckt

um so mehr halte ich mich

am Licht fest

an jedem einzelnen Lichtlein

und feiere jedes Leuchten

in dieser lichtarmen Zeit.

Allgemein

Auf leisen Worten

ein Wort

machte sich ganz leise

auf eine kleine

lange Reise

unvorhergesehen

und ganz ausnahmsweise

rutschte es heraus

und zog seine Kreise

durch die Gehörgänge

als gäb es dort Bahngleise

es zog einsam durch die Welt

als einzige Wortwaise

es verstummte nicht

sondern wuchs seltsamerweise

es hinterließ hier und da

eine wahre Wortschneise

verbreitete sich fleißig

wie eine Ameise

und flog von Ohr zu Ohr

wie eine Wortmeise

es klang immer weiter

und wurde alt und weise

es wurde gefeiert

und bekam sogar Preise

und ganz am Ende

seiner Reise

schon ganz erschöpft

quasi als Greise

verklang es wortlos

still und leise

#lyrimo

Allgemein

Mehr

Sind wir alle

Teile eines Puzzles

ein kleines Teil

vom großen Ganzen

Das Ganze

ist mehr als

die Summe

aller Teile

doch im Puzzle

ist die Summe

eindeutig definiert

Das Mehr wird

nicht mehr dazugehören

es wird überschüssig sein

überflüssig

überdrüssig

wird es dennoch mehr sein

mehr als was

wird es bereichern

oder reicht es auch

ohne mehr

Ist das Mehr dem Ganzen

würdig

mehrwürdig

merkwürdig

Das Mehr

wird nicht mehr

in den Rahmen passen

unangepasst

fremd

wird ihn sprengen

Grenzen verletzen

neue Horizontlinien ziehen

Symmetrien verzerren

Das Mehr

wird

auspuzzlerisch sein

#lyrimo

Allgemein

Bettgeschichten

und so bette ich mich

auf das Lager meiner Träume

auf das Kissen

dem ich im Schlaf

mehr Geschichten erzählt habe

als ich sie jemals erfinden könnte

ich lege mich in

die hier gespannten

endlosen Gedanken

an gestern, heute

und morgen

ich schließe die Augen

bedecke mich mit

den daunenweichen Hoffnungen

an einen neuen Traum

an einen neuen Morgen

und entschwinde.

#Lyrimo, 14.11.2019

Gedicht

Blätterrauschen

Sie fallem

wie Flausen

und überreife Sommerträume

aus meinem Kopf

überall von den

synaptischen Verästelungen

der Gedankenstammbäume

verfärbt

tragen sie noch Immer

unverkennbar

eine Sehnsucht

in sich

als hätten sie die Sonne

in allen Tagesfarben

in sich aufgenommen.

Sie segeln

auf den Boden der Tatsachen

aber nicht ohne

noch eine kleine Pirouette

über dem Rand des Abgrunds

über dem Strom der Zeit

zu drehen

sich noch einmal

im warmen Oktoberlicht zu zeigen

um sich dann

im Novembergrau aufzulösen

der sie wie ein Weckerklingeln

zerbersten lässt

Sommertraumdämmerung

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Tropfenmeditation (Teil2/2)

Zum Teil 1

ich seh ihn schon fast

herunterkrachen

und werd‘ doch nichts

dagegen machen

er widersteht

dem Runterfallen

denkt sich trotzig

ich zeig’s euch allen

schon ist er

einer der schwersten

droht sogar

zu bersten

er zieht sich

weiter in die Länge

als ob er

am seidnen Faden hänge

ich lasse ihn

nicht aus den Augen

mein Blick tut sich

an ihm festsaugen

um dann

nach einem Wimpernschlag

er bereits

am Boden lag.