#Elfchen zum Elften – Der Dienstag dichtet: Erwartet

Die Aktion Elfchen zum Elften komm von DeinPoet

Die Einladung zum Elfchenschreiben findest Du hier.

Die Einladung nehme ich gerne an. 

Im Januar zum Begriff: Erwartung


Jeden Dienstag gibt es bei Katha ein selbst geschriebenes Gedicht und ich schließe mich dem gerne an.


Erwartet

Erwartungsdruck

fehlberechnete Unberechenbarkeit

unberechtigt selbstbestimmte Mindestanforderung

wer darf was erwarten?

Erfüllungshorizonte

Der Dienstag dichtet, (S)tille Nacht– Alphabet der Stille – S

Jeden Dienstag gibt es bei Katha ein selbst geschriebenes Gedicht und ich schließe mich dem gerne an.


Aus meinem Alphabet der Stille:

(S)tille Nacht

ein Jahr lang heiß ersehnt

in den Liedern oft erwähnt

der Höhepunkt der stillen Zeit

alle sind – weihnachtsbereit

doch von Stille keine Spur

es herrscht regelrecht Aufruhr

alles wirkt hektisch – schnell und laut

als hätt‘ sich was zusammengebraut

dass sich gewaltig nun entlädt

als wäre es fast schon zu spät

Weihnacht kommt wieder unverhofft

weshalb man sich unter‘nander zofft

und dann noch die Geschenke

für die sich mancher schon verrenkte

und ist der ganze Stress verraucht

bleibt das Geschenk – dass keiner braucht

und vom Essen – mehr und mehr

das Delikatessregal ist leer

nicht anders ist‘s bei Bier und Wein

denn perfekt – soll alles sein

doch weil die Nacht so auserkoren

geht die Stille schnell verloren

d‘rum dämpfet Eure Worte

besinnt Euch der Momente und der Orte

denkt an die Menschen – die ihr liebt

weil es doch nichts Schöneres gibt

seid behutsam – gebt auf Euch acht

ich wünsch Euch – eine Stille Nacht

Der Dienstag dichtet, stille (R)eise– Alphabet der Stille – R

Jeden Dienstag gibt es bei Katha ein selbst geschriebenes Gedicht und ich schließe mich dem gerne an.


Aus meinem Alphabet der Stille:

Stille (R)eise

komm

lass uns aufbrechen

auf leisen Sohlen

bewahren wir

Stillschweigen

über unseren Aufbruch

werden wir

stumme Zeugen

einer wortlosen Zeit

stehlen wir uns

der Welt davon

ohne Wiederkehr

schleichen wir uns

mucksmäuschenstill

hinter den Horizont

ziehen wir geräuschlos

mit den Kranichen

durch die lautlosen Lüfte

versinken wir

sang- und klanglos

in stillen Ozeanen