Alles neu macht der Mai, Siehst du den Sprung

Alles neu macht der Mai ist eine Schreibaktion von

Lyrimo.

Mein Beitrag zu: Siehst du den Sprung


Siehst du den Sprung

siehst du den Sprung

den Riss im Kristall

die Kugel nach dem Fall

nach dem großen Knall

siehst du den Sprung

Zukunftsangst überall

ein Unsicherheitsbefall

siehst du den Sprung

den Riss im Kristall

#writingfriday – Sprunghaft

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Aufgabe: schreibe eine Geschichte die beginnt mit:

Von Natur aus war Lara eigentlich nicht so, doch…

besondere Zeiten verlangen besondere Handlungen. Sehnsüchtig schaute sie auf das vor ihr liegende Oval, welches von sandfarbenen Steinen eingefasst war.

Zögerlich sah sie um. Sie biss sich auf die Lippen. Konnte Sie das wirklich wagen?

Sie blickte zu Boden und trat einen kleinen Schritt zu Seite, um nicht auf einer Spalte zwischen Steinplatten zu stehen.

Würde sie sich das trauen? Hier? An diesem Ort? Jetzt?

Sie schloss die Augen und nahm einen tiefen Atemzug. Sie konnte das Wasser regelrecht riechen.

Sie nickte und zog sich noch mit geschlossenen Augen die Schuhe aus. Anschließend die Söckchen, die sie ordentlich in die Schuhe steckte. Langsam richtete sie sich auf.

Das reicht, sagte eine Stimme in ihr. Sie schüttelte den Kopf. Sicher, sie könnte es auch so tun. Das alleine wäre schon eine enorme Grenzüberschreitung für sie gewesen. Etwas eigentlich vollkommen Undenkbares. Heute jedoch … jetzt… es würde nicht reichen, das spürte sie genau. Nicht dieses Mal.

Sie fasste den Saum ihres Sommerkleides und hielt sich einen Moment daran fest.

Tu es, sagte sie sich selbst und mit einem schnellen Ruck zog sie die das Kleid hoch und sich über den Kopf.

Ihr Atem ging schneller. Sie spürte die pralle Sonne auf ihrer Haut. Sorgfältig faltete sie das Kleid zusammen und legte es ganz ordentlich auf ihre Schuhe, damit es nicht den Boden berührte.

Sie ging einen Schritt auf die kleine Mauer zu. Sie war so klein und doch würde es ein riesiger Schritt sein, sie zu übersteigen. Aber jetzt gab es kein Zurück mehr. Jetzt stand sie hier in ihrer Unterwäsche und konnte und wollte nicht mehr zurück.

Sie hob ein Bein, führte es über die kleine Mauer und spürte die erfrischende Kälte an ihren Zehen. Das war genau das, was sie nun wollte, was sie nun brauchte.

Sie fasste sich ein Herz, stieg ganz über die Mauer. Die Kälte an ihren Füßen fühlte sich herrlich an. Nun gab es kein Halten mehr, und sie lief durch den Brunnen auf die Fontäne zu.