#Ausdruck der Woche (7) Novemberhilfe (einmal anders)

Novemberhilfe

Zugegeben, der Ausdruck ist nicht neu. Aber das im Februar noch über Novemberhilfen gesprochen wird, lässt mich den Begriff dann doch einmal aufgreifen. Aufmerksamen Leser*innen wird nicht entgangen sein, dass ich die Begriffe meistens etwas anders auslegen, als sie gemeint sind/waren. Auch hier geht es mir dabei nicht um die finanzielle Unterstützung. Ich habe an eine andere Art der Novemberhilfe gedacht.


Novemberhilfe

einst wird kommen – eine graue Zeit

mit dunklen und kürzer werdenden Tagen

in der sich die Menschen – kaum vor die Türe wagen

in dunklen Ecken verstecken – und verzagen

und keinerlei Lichtblick – weit und breit

eine Novemberhilfe – die täte Not

da kann man das Herbstblatt – drehen und wenden

braucht keine Hoffnung – darauf verschwenden

alles wird im noch graueren Winter – einst enden

da wird Licht dann – so wichtig wie Brot

nur eines kann wahre Hoffnung schenken

die Liebe im Herzen – das kleine Licht

es mag klein erscheinen – doch das ist es nicht

denn an schweren Tagen – hat es großes Gewicht

allein schon an – seine Liebste zu denken

#DerDienstagDichtet, Tropfen

Jeden Dienstag gibt es bei Katha ein selbst geschriebenes Gedicht und ich schließe mich dem gerne an.

Tropfen

der September geht zu Ende

der Herbst schon an die Türe klopft

mit ihm kommt die Wetterwende

Tropf, Tropf, Tropf

der Regen ist endlich zurück

und wäscht den aufgeheizten Kopf

der Sommer geht nun Stück für Stück

Tropf, Tropf, Tropf

es scheint als wäre nun der Regen

mit grauen Farben vollgestopft

da hilft auch nicht, dass er ein Segen

Tropf, Tropf, Tropf

der Sommer ist ganz plötzlich aus

als drücke jemand einen Knopf

bald steht der Winter vor dem Haus

Tropf, Tropf, Tropf

doch jetzt hilf kein Trübsal pusten

ich zieh mich selbst heraus am Schopf

und werd der Traurigkeit eins husten

Tropf, Tropf, Tropf

ein Novemberkind im Regen

trägt erhoben seinen Kopf

als könne es nichts schön‘res geben

Tropf, Tropf, Tropf