DurchBruch

War das der Durchbruch? Ja, das war er. Für wen, das ist eine andere Frage. Die Geschwindigkeit mit der sich der Frühling in das Jahr bricht, geht dem einen zu schnell und der anderen nicht schnell genug. Ein Durchbruch im eigenen Tempo, geht das? Wenn die „Erde“ erst einmal aufgebrochen ist, kann es dann noch ein Entschleunigen geben, oder schießt es dann einfach heraus? Und bricht es an der Sollbruchstelle oder lieber da, wo es selbst brechen möchte? Mit diesen Fragen im Kopf, begann die Musik und der Drang sich zu bewegen brach bei mir durch. Ich wollte mir einen Durchbruch ertanzen. Wohin, das wusste ich nicht, aber ich wollte auf die andere Seite von irgendwas. „Alles was Du willst, liegt auf der anderen Seite der Angst.“ Ich hätte nicht sage können, um welche Angst es ging, aber ich wollte hinter den Spiegel. Und so gab ich mich der Musik hin, zunächst allein, dann zu zweit. Einer getanzten Harmonie folgte eine getanzte Provokation. Ich empfand, dass es sich den ganzen Abend so fortsetzte. Auch als wir zu siebt waren, wechselte Harmonie mit Provokation. Und wo sich die Chance bot, da nutze ich sie, um mich selbst nach vor zu bringen. Ich bewegte mich harmonisch zu meiner Tanzpartnerin und beim nächsten Tanz folgte die Provokation. Es wurde keine Grenze durchbrochen und doch war jede Bewegung wie ein Schlag gegen die eigene Eierschale der Komfortzone. Als was würde ich auf die anderen Seite ankommen? Als ich im meditativen Teil mich an eine Aussage über mich erinnerte, wusste ich, was ich nach dem Durchbruch sein wollte. Ich bin vielleicht noch nicht hat ganz durch, aber es ist schon Licht zu sehen. Mal schauen, ob es mir das gelingt.